Die Schritte der Nachrichtenprüfung
Wenn Du eine Nachricht überprüfen willst, solltest Du die folgenden Schritte unternehmen.
👉 Klicke auf die Balken, um mehr zu erfahren.
Aus dem englischsprachigen Journalismus stammt die Unterscheidung zwischen „harten“ und „weichen“ Fakten.
Harte Fakten sind Aussagen über Sachverhalte.
Diese kann man überprüfen (wer? was? wann? wo?).
Weiche Fakten nennen wir Aussagen über Motive
und Befindlichkeiten. (Muster: „Ich bin für den Autobahnausbau, weil ich nicht gern Bahn fahre“).
Die Richtigkeit solcher Aussagen lässt sich nicht überprüfen.
Das Medium als Quelle gilt für zuverlässig und transparent arbeitende Redaktionen (z. B. saechsische.de, t-online, spiegel.de, ZDF-heute, Tagesschau)
Die Hauptquellen in den Medienberichten: Akteure (Personen), Einrichtungen (deren Sprecher) und Wissensträger (Zeugen, Experten)
Dokumente als Quelle: Behördliche Mitteilungen, Berichte und Daten von Forschungseinrichtungen, Gerichtsakten u.ä.
(Achtung Statistiken: Die nennen keine Tatsachen).
Wichtig: Urteile und Meinungen sind keine Fakten!
Was stimmt überein, was nicht? Wenn sie nicht übereinstimmen, ist die Nachricht vermutlich einseitig oder auch falsch.
Gibt es zu einem Sachverhalt widersprüchliche Aussagen?
Die Glaubwürdigkeit der Quellen einschätzen:
Sind sie unabhängig? Sind sie kompetent?
Im Unterschied zu vielen Newsangeboten auf den „Sozialen Medien“ (Online-Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube) erzielen die klassischen Informationsmedien die größte Reichweite in der Bevölkerung – weit vorne das Fernsehen. Auch wenn nur nach „TV“ gefragt wurde, so geht es hier um Informationssendungen des Rundfunks. Die Kategorie „Nachrichtenmagazine und Zeitungen online“ betrifft die Websites der klassischen Medienhäuser, zum Beispiel: bild.de, spiegel.de, sueddeutsche.de, focus.de. In der Online-Welt erzielen also auch die klassischen Medien recht hohe Reichweiten. Nachfolgend findest Du eine Einordnung dieser zwei Mediengruppen:
Die Tageszeitungen gibt es seit mehr als 350 Jahren. Heute erscheinen sie gedruckt (Presse) wie auch im Internet als Epaper, als News-Webseite und als News-App für die Smartphones und Tablets. Praktisch alle Tageszeitungen in Deutschland sind in Privatbesitz. Sie gehören also Privatpersonen oder privaten Gesellschaften (die taz gehört einer Genossenschaft) und sind insofern von Staat und Politik unabhängig. Sie finanzieren sich vor allem über Werbeanzeigen, Nutzungs- und Abonnement-erlöse. Der weit überwiegende Teil der Tageszeitungen sind Regionalzeitungen. Sie versorgen ihre Leserschaft sowohl mit lokalen wie auch mit regionalen und überregionalen Nachrichten. Nur sechs Tageszeitungen werden bundesweit vertrieben.
Die öffentlich-rechtlichen Sender produzieren zahlreiche Fernseh- und Radio-Programme, News-Webseiten und News-Apps. Sie gehören keinen privaten Unternehmen oder Personen. Sie sind vielmehr „Anstalten des öffentlichen Rechts“. Sie sollen Aufgaben erfüllen, die ihnen durch Gesetz, Staatsverträge und Satzungen zugewiesen wurden. Die größte Sendergruppe ist die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD). Zu ihr gehören derzeit 9 Landesrundfunkanstalten (wie zum Beispiel der MDR und der RBB) mit 11 Fernsehprogrammen, 55 Hörfunkprogrammen und einem breiten Onlineangebot mit den Schwerpunkten Nachrichten, Sport, Börse, Ratgeber, Wissen und Kultur. Die zweite öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt ist das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF). Es produziert sein Fernsehprogramm deutschlandweit und wird sowohl analog per Kabel wie digital online verbreitet.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird überwiegend über die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger (Haushalte) finanziert; ARD und ZDF dürfen Werbung maximal 20 Minuten pro Werktag ausstrahlen, und dies nur bis 20 Uhr. In den Aufsichtsgremien der beiden Anstalten sind auch Vertreter der Landesregierungen und Landesparlamente bzw. politischen Parteien vertreten. Sie üben vor allem bei Personalentscheidungen Einfluss aus. Von daher wird seit vielen Jahren über die Staatsferne bzw. Staats-nähe der Rundfunkprogramme kontrovers diskutiert – unbesehen der journalistisch-handwerklichen Qualität der Magazin- und Nachrichtensendungen.
Merkblatt Tatsachen und meinung Verlinken!!!