Mit Sozialen Medien kompetent umgehen (Schulversion)
5. Inhalte prüfen

Onlinekurs: Mit Sozialen Medien kompetent umgehen (Schulversion)

Inhalte in drei Schritten überprüfen - so geht's

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Handelt es sich bei den Autor:innen der Meldung um eine seriöse Quelle? Auf den ersten Blick verrät meist ein blauer Haken hinter dem Profilnamen, dass es sich um ein echtes Profil handelt. Den blauen Haken bekommen nur User:innen, die mit einem Ausweisdokument die Echtheit ihres Profils (z.B auf Instagram, Facebook, Twitter u.a.) bestätigen. Doch auch bei geprüften Profilen solltest du besonders bei Aufsehen erregenden Meldungen kritisch hinterfragen: Kann das sein?

 

Stelle dir folgende Fragen:

  1.  Wer steht hinter dem Profil? (Privatperson, Unternehmen, Organisation, Nachrichtendienst, politische Partei, u.a.)
  2. Was ist über die Verfasser:innen bekannt? (z.B. Vor- und Nachname in eine Suchmaschine wie Google eingeben und Treffer anschauen)
  3. Gibt es eine Website der auf dem Profil vertretenen Person oder Institution, die wiederum ein Impressum aufweist?

Immer häufiger finden sich in Posts und Blogs Falschmeldungen, sogenannte Fake News. Vorsicht ist vor allem bei vermeintlich exklusiven Meldungen geboten, die sich ausschließlich über die Sozialen Netzwerke verbreiten. Überprüfbar sind Fakten, also Aussagen über Vorgänge in einem Tatsachenzusammenhang. Jeder kann sie überprüfen und kommt zum selben Ergebnis: Stimmt, stimmt nicht oder man kann es nicht ermitteln (bspw. zwei widersprüchliche Behauptungen ohne Zeugen und Indizien).

Wenn Du in den Sozialen Medien auf fragwürdige Inhalte stößt und Dir nicht sicher bist, ob Du den Inhalten trauen kannst, solltest Du folgende Fragen beantworten:

  1. Sind die Informationen unvollständig oder vage formuliert? (Bei Falschmeldungen fehlen oft wichtige Details wie die Namen der Akteure oder der Handlungsort. Formulierungen wie „ein Arzt“ oder „eine Stadt in Thüringen“ sind unkonkret)
  2. Auf welche Personen, Organisationen oder Dokumente wird verwiesen? (Ist die Quelle bekannt, solltest Du schauen, welche Inhalte von dieser sonst noch verbreitet werden)
  3. Ist die Schlagzeile besonders reißerisch, provokant oder emotional? (Eine Schlagzeile kann nicht korrekt über eine komplexe Situation informieren)
  4. Wurde eine Person zitiert? Würde sie so etwas in der Öffentlichkeit sagen? (Wenn dir Aussagen komisch vorkommen, kann es sein, dass diese aus dem Zusammenhang gerissen wurden)

Mehr zum Umgang und zur Überprüfung von fragwürdigen Nachrichten erfährst Du in dem Online-Selbstlernkurs „wie kann ich mich zuverlässig informieren“.

In vielen Bildern und Videos werden Erlebnisse mit Marken oder Produkten widergespiegelt. Um die Produkte besonders attraktiv zu machen, werden Bildinhalte inszeniert oder manipuliert. Mehr hierzu erfährst du im Online-Selbstlernkurs „Bilder prüfen“.

Des Weiteren werden in den Sozialen Medien oft manipulierte Bildinhalte verbreitet oder Aufnahmen von aktuellen Vorgängen, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, um Personen zu diskreditieren oder politische, auch wirtschaftliche Absichten zu stärken (siehe Beispiel Kapitel 3 „deutsches Rotes Kreuz liefert Dollar in getarnten Kisten“).

Mittels einer Bildrückwärtssuche kannst Du prüfen, ob entsprechende Bildinhalte im Internet bereits publiziert wurden. Wie Du diese durchführen kannst, erfährst du hier.

Stößt Du auf Bildinhalte, die dir komisch vorkommen, beantworte dir folgende Fragen:

  1. „Kann das überhaupt sein?“ → Kopf einschalten!
  2. Gibt es Bildfehler? (wie: falsche Perspektive, fehlender Schatten, verzerrte Objekte)
  3. Passen die Aussagen im Text zum Bildinhalt?
  4. Woher kommt das Bild: Fotograf? Medium? Bildquelle?
  5. Kann ich die Herkunft des Bildes ermitteln? (Rückwärtssuche)
Lektions-Schlagwörter: soziale medien
Onlinekurs Soziale Medien – Unterrichtsversion